K+S muss Milliardenverlust hinnehmen

14.03.2021 - 17:42:57

Das Salz- und Düngemittelunternehmen K+S hat im Geschäftsjahr 2020 tiefrote Zahlen geschrieben.

K+S Dividende
(c) proplanta

Am vergangenen Donnerstag (11.3.) wies das Unternehmen in Kassel für das Berichtsjahr einen Verlust von 1,71 Mrd. Euro aus, nach einem Vorjahresgewinn von 88,9 Mio. Euro. Gleichzeitig verringerte sich das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 31 % auf 445 Mio. Euro, womit der zuletzt angepeilte Zielwert um 35 Mio. Euro verfehlt wurde. Der Umsatz schrumpfte um 9,7 % auf 3,70 Mrd. Euro.

Begründet wurde das negative Ergebnis vor allem mit Wertminderungen des Vermögens in der operativen Einheit Europe+ um rund 2 Mrd. Euro, die bereits im Abschluss des dritten Quartals 2020 erfolgten. Der Konzern hatte die langfristige Entwicklung der Kalipreise zu optimistisch eingeschätzt.

Die Aktionäre erhalten für das vergangene Geschäftsjahr keine Dividende. Laut K+S-Vorstandschef Dr. Burkhard Lohr wird das Unternehmen mit dem im Oktober 2020 vereinbarten Verkauf der operativen Einheit Americas rund 2,5 Mrd. Euro erlösen und damit die Verschuldung deutlich verringern. Die damit einhergehende Restrukturierung der Verwaltung sei planmäßig zum Jahresende abgeschlossen worden. Dadurch würden künftig 60 Mio. Euro oder 30 % der bisherigen Verwaltungskosten gespart.

Darüber hinaus habe K+S 2020 - wie geplant - mehr als 150 Mio. Euro an Synergien erzielt, weitere operative Verbesserungen an den Produktionsstandorten erreicht und mit dem neuen Joint Venture REKS einen wichtigen Schritt zur strategischen Neuausrichtung vollzogen.

Der Geschäftsführung zufolge haben sich die Ertragsperspektiven in der Landwirtschaft durch den teils deutlichen Anstieg der Preise für Agrarrohstoffe deutlich verbessert, so dass von einer sehr guten Nachfrage nach Kalidüngemitteln und auch einer weiteren Erholung der Preise im laufenden Jahr auszugehen ist. Das EBITDA aus fortgeführter Geschäftstätigkeit für 2021 soll sich nach der Konzernprognose auf 440 Mio. Euro bis 540 Mio. Euro erhöhen, nach nur 267 Mio. Euro im Vorjahr.

Quelle: AgE
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